Sprache als verbindendes Hindernis

Der schmalen Roman „Reibungsverluste“ von Mascha Dabić, der eher unspektakulär einen Tag im Leben einer Übersetzerin erzählt, hat mich nach dem ersten Lesen so beschäftigt, dass ich ihn ein zweites Mal gelesen habe. Und das kommt selten vor. Nora ist Übersetzerin und Dolmetscherin aus dem Russischen. Wir Leserinnen dürfen sie einen Tag lang begleiten. Der…

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Pflanzen für die Seele

Pflücke einen Grashalm, beobachte eine Paradeiser beim Rotwerden, atme die Waldluft nach einem Regen. Man muss sie nicht essen oder sie sich auf die Haut schmieren, alleine durch Nähe haben Pflanzen eine Wirkung auf Menschen. Heute haben ich zwei Buchempfehlungen, die zeigen, wie Pflanzen unser Wohlbefinden positiv beeinflussen können. Allan Jenkins erzählt uns in „Wurzeln…

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Bezaubernde Sommer

Kindheit Auf die eigenen Kindheit kann man nicht objektiv zurückblicken. Das sehe ich an meinen Erinnerungen. In einer meiner Erinnerung bin ich den ganzen Tag mit einer Horde Kindern auf Fahrrädern durch das Dorf gezogen. In meiner anderen Erinnerung verzog ich mich ständig in stille Winkel und war praktisch jede freie Minute in Bücher vertieft.…

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Die Welt, wie wir sie kennen

Margaret Atwood zeigt im Roman „Das Jahr der Flut“ wohin es mit uns Menschen gehen könnte und Yuval Noah Harari erzählt uns in „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ wie wir bis hierher gekommen sind. Ich mag normalerweise keine Dystopien, also Bücher die in der Zukunft spielen und diese pessimistisch auslegen. Ich mag generell keine Science-Fiction-Romane.…

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Lesegefühl und Lebensgefühl

Der Wiedereinstieg ins Lesen nach meinem Lesefasten war holprig. Am Karsamstag, dem Tag an dem ich mein Bücherfasten feierlich beenden wollte, war ich todmüde. Wir hatten ein Zimmer übersiedelt, waren dann noch in die Steiermark gefahren, hatten in ein kleines, nettes Osterfeuer gestarrt und dann sollte es losgehen. Nur war ich so richtig müde, körperlich…

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Eidechsen und Erbsen

Weichenstellung: Lebensentwürfe zwischen Zwanzig und Dreißig Zwischen Zwanzig und Dreißig kann man sich ausprobieren, sich vieles ansehen, reisen, Spaß haben, aber auch lernen auf eigenen Beinen zu stehen und Entscheidungen zu treffen. Die Weichen für die künftigen Jahre werden gestellt. So geht auch auch zwei jungen Frauen: Nora und Annika. Beide sind in Beziehungen mit…

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Auswanderung in Schwarz-Weiss

Jetzt ist wieder ein guter Zeitpunkt, sich zu erinnern, wie das damals war, als Burgenländer zu Wirtschaftsflüchtlingen wurden. Im Themenschwerpunkt burgenländische Literatur stelle ich heute den Roman „Chikago“ von Theodora Bauer vor. Wie schon in „Teta Jelka überfährt ein Hendl Huhn“ von Michaela Frühstück geht es um burgenländische Auswanderer nach Amerika. Im Unterschied zu dieser…

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#maximaCOMEPASS: Ich seh‘, ich seh‘, was du nicht siehst

Beurteile ein Buch nach seiner Farbe Vor meinen Augen habe ich schwarze Buchstaben auf weißem Grund, ich bin ganz ruhig. In meinem Inneren lebe ich in einer farbenfrohen Geschichte, die nicht meine eigene ist. Da gehe ich, da stehe ich, da leide ich, da lache ich. Sie zeigt mir, was die Welt alles sein kann;…

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Essen im Gesicht und unter den Achseln

Vegane Kosmetik oder wie ich zu den Kräutern fand Als kleines Mädchen rührte ich Gänseblümchensuppe und panierte Löwenzahlblätter. Meiner Oma pflückte ich sehr gerne Wiesenblumensträuße und meine Lehrerin legt viel Wert darauf, dass ich einheimischen Pflanzen mit dem Namen kannte. Ich wurde erwachsen und die Wiese wurde zur grünen Fläche. Da stieg ich einfach gedankenlos…

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Gewellte Buchseiten während der Monsunzeit (Books got soft und wavy between their covers.)

Arundhati Roy hat bis jetzt zwei Romane geschrieben „Das Ministerium des äußersten Glücks“ und „Der Gott der kleinen Dinge“, eines der beiden Bücher werde ich nicht mehr hergeben. Arundhati Roy hat Geduld. Die ließ nach ihrem ersten Roman zwanzig Jahre vergehen, bevor nun ihr zweiter Roman erschien. Natürlich ist die indische Autorin nicht von der…

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Der Sinn der Lesekrise

Wenn das Lesen gerade nicht recht funkt Wenn man ein gutes Buch ausgelesen hat und versucht ein neues anzufangen, dann kann es vorkommen, dass einem die Lesekrise überfällt. Das neue Buch wirkt schal und abgeschmackt und das nächste, das man zur Hand nimmt auch, und das nächste auch. Und man mag schon gar keines mehr…

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„Und was hat das mit mir zu tun?“

Eine Aufarbeitung einer Familiengeschichte, in der das Massaker von Rechnitz eine große Rolle spielt Ich bin mir nicht sicher, ob ich von Rechnitz im Geschichtsunterricht gehört habe. Ich weiß aber, dass als ich das erste Mal, als ich davon hörte viele Fragen gehabt habe, auf die mir niemand eine Antwort geben konnte. Wie konnte es…

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Flüchten

Zwei Bücher zum Thema Flucht Ein Aspekt des Lesens ist es, kurzzeitig aus dem eignen Leben entkommen zu können, sich nicht mit der eigenen Realität, dem Alltag beschäftigen zu müssen. Manchmal braucht man nur Unterhaltung, das gebe ich zu. Aber dann gibt es auch andere Bücher, Bücher die den Versuch einer Erklärung unternehmen. Sie ziehen…

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Zeitgenössisches jüdisches Zweifeln

Zwei Möglichkeiten wie ein jüdisches Leben im gegenwärtigen Amerika aussehen kann zeigen Deborah Feldman in „Unorthodox“ und Jonathan Safran Foer in „Hier bin ich“. „Ich lebe also nicht mein eigenes Leben?“ „Nein.“ „Und wessen Leben lebe ich?“ „Vielleicht das, was sich dein Vater oder dein Großvater sich unter deinem Leben vorgestellt haben. Vielleicht auch du…

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Fruchtbar oder nicht fruchtbar, das ist hier die Frage

Gertraud Klemm verhandelt in „Muttergehäuse“ eine alternative Mutterschaft An Gertraud Klemm bin ich schon einmal gescheitert. Nein, nicht am Lesen, sondern am Darüber schreiben. In meinem Blogarchiv befindet sich noch eine unfertige Rezension von ihrem letzten Roman „Aberland“. Heute probiere ich es mit ihrem neuen Buch „Muttergehäuse“ und stelle wieder fest, weil schwer es mir…

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