Flüchten

Zwei Bücher zum Thema Flucht Ein Aspekt des Lesens ist es, kurzzeitig aus dem eignen Leben entkommen zu können, sich nicht mit der eigenen Realität, dem Alltag beschäftigen zu müssen. Manchmal braucht man nur Unterhaltung, das gebe ich zu. Aber dann gibt es auch andere Bücher, Bücher die den Versuch einer Erklärung unternehmen. Sie ziehen…

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Zeitgenössisches jüdisches Zweifeln

Zwei Möglichkeiten wie ein jüdisches Leben im gegenwärtigen Amerika aussehen kann, zeigen Deborah Feldman in „Unorthodox“ und Jonathan Safran Foer in „Hier bin ich“. „Ich lebe also nicht mein eigenes Leben?“ „Nein.“ „Und wessen Leben lebe ich?“ „Vielleicht das, was sich dein Vater oder dein Großvater sich unter deinem Leben vorgestellt haben. Vielleicht auch du…

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Fruchtbar oder nicht fruchtbar, das ist hier die Frage

Gertraud Klemm verhandelt in „Muttergehäuse“ eine alternative Mutterschaft An Gertraud Klemm bin ich schon einmal gescheitert. Nein, nicht am Lesen, sondern am Darüber schreiben. In meinem Blogarchiv befindet sich noch eine unfertige Rezension von ihrem letzten Roman „Aberland“. Heute probiere ich es mit ihrem neuen Buch „Muttergehäuse“ und stelle wieder fest, weil schwer es mir…

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Besser als gut genug

Gut genug ist ein gutes Motto für junge Eltern und auch ein passender Titel für eine Erzählung über eine erste Elternschaft. In „Gut Genug“ von Birgit Vanderbeke hat die Mutter und Erzählerin der Geschichte ein wenig Kraft über. Sie ist also nicht ganz ausgelastet und entscheidet sich daher für ein Kind, obwohl es in den…

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Entfesslung für Anfänger

Der Magier Houdini, der weltbekannte Entfesselungskünstler, ist Robert Wringhams Vorbild. Doch dem jungen Briten geht es nicht darum, aus engen Boxen, Zwangsjacken und ausbruchsicheren Gefängnissen zu entkommen, ihm geht es im Buch „Ich bin raus – Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung“ darum, aus unserem derzeitigen Leben zu entkommen. Warum? Was ist…

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In Ungarn, in Österreich oder in Deutschland?

Wo die burgenländische Familie Regner lebte, erzählt uns Helene, die Zuagroaste. Am Anfang des Romans „Brüchige Ufer“ steht Irma Regners Begräbnis, am Schluss der Selbstmord ihres Sohns Gyula. Zeitlich folgen diese Ereignisse nah hintereinander, doch die Autorin Helene Flöss erzählt dazwischen, warum Gyula, ein angesehener, studierter Mann im Leben nicht glücklich gewesen war. Es ist…

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Woran Mama arbeitet

Als ich Mutter wurde, wusste ich nicht, wie dieser Umstand mein Arbeitsleben verändern würde. Ich bin davon ausgegangen, dass ich nach der Karenz zwar weniger Stunden wieder einsteigen werde, aber genauso weiterarbeiten könne wie bisher. Gut, ich würde ein Aufgabengebiet vielleicht reduzieren oder abgeben müssen. Damit habe ich gerechnet. Womit ich nicht gerechnet hatte war,…

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Der Esel Hodi lebt am Ende der Welt

Michaela, die Herzerwärmende Im Dritten Teil der Burgenlandserie geht es heute lustig zu: Kroatisch Minihof, auf Kroatisch Mjenovo genannt, liegt am Ende der Welt. Und ganz am Rand des Endes der Welt lebt der Esel Hodi. Der schöne Esel lässt sich von zwei Mädchen adoptieren, von Jelka und Margit, beide leben in einem Streckhof auf…

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Das flotte Buch, dass die Zeit anhalten will

Ich habe nun „Morgen mehr“ von Tilman Rammstedt endlich als Buch gelesen, nicht nur häppchenweise am Handy. Es hat nun einige Zeit gedauert, bis ich Lust gehabt habe, das Büchlein „Morgen mehr“ von Tilman Rammstedt zu lesen. Die treue Blogleserin erinnert sich vielleicht, dass ich mich am Crowdfunding des Hanser-Verlages für diese Buch beteiligt hatte…

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Das Gegenteil einer Prinzessin

Rolemodels für junge Frauen gibt es viele. Alle haben schöne Frisuren, machen sich Sorgen um ihr Aussehen, essen vegan und detox, sind hauptberuflich Bloggerinnen und posten Selfies von ihren neuen Outfits. Stefanie Sargnagels Frisur kann man nur erahnen, denn die junge Wienerin trägt als Markenzeichen eine rote Mütze. Sie macht sich weniger Sorgen um ihr…

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Realität für bücherliebende Träumer

Manchmal träume ich davon, mein Leben ausschließlich mit Büchern zu verbringen. Ich möchte mich in Räumen mit vielen, vielen Büchern aufhalten, durch Seiten blättern, mich in Geschichten zu verlieren. Ab und zu einen Schluck von der heißen Schokolade nehmen. Die einzige Arbeit, die ich dann machen möchte, wäre Bibliothekarin oder Buchhändlerin. Das stelle ich mir…

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Erste Etappe von „Morgen mehr“

Hier kommt wie versprochen, ein Zwischenbericht über Tillman Rammstädts täglichen Fortsetzungsroman. Ein Fortsetzungsroman funktioniert bei mir im Alltag dann wohl doch nicht. Während ich anfangs noch brav jeden Tag mitgelesen habe, waren mir die Häppchen doch zu kurz und begann sie aufzuheben und in einer ruhigen Minute binge- zu readen, oder wie sagt man da?…

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„Wie gern möchte ich einmal im Mondschein spazieren gehen.“

Kann man verurteilten Verbrechern glauben? Ja, würde ich sagen, aber mit Einschränkungen. Der letzte Kirchenflohmarkt führte mich gerade zu einem Speziallesethema: Gefängnisaufenthalte. Ich fand dort „Orange Is the New Black“ von Piper Kerman und „Spandauer Tagebücher“ von Albert Speer. Beide Bücher wurden geschrieben von reuigen Sündern nach bzw. während ihres Gefängnisaufenthaltes. Reuige Sünder Piper Kerman…

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Vorschuss durch den Leser?

Diesmal hat mich die Facebookwerbung erwischt. Tilman Rammstedt schreibt ein neues Buch. Via Crowdfounding kann man den Autor unterstützen und darf quasi während des Arbeitens schon mitlesen. Das Ganze trägt den Titel „Morgen mehr Rammstedt – ein Roman-Abo“. Das hört sich interessant an, dachte ich und um den Preis von einem Buch, mache ich glatt…

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Reise in die Familiengeschichte

Vielleicht hieß die Großmutter des Vaters Esther, sicher kann der Vater es nicht sagen. Er nannte sie Babuschka. „Vielleicht Esther“ heißt deshalb das Buch von Katja Petrowskaja. Die Autorin begibt sich in diesem Werk auf die Spuren ihrer Familie. Petrowskaja hat mit einem Auszug aus diesem Buch 2013 den Bachmannpreis gewonnen. Katja Petrowskaja ist in…

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Gustav und die Dialoge

Gustav Ernst, mein ehemaliger Schreiblehrer, greift in „Zur unmöglichen Aussicht“ wieder gekonnt zur Dialogform. Der Ich-Erzähler sitzt regelmäßig im Kaffeehaus und wird wegen seiner Aktentasche von einem Mann namens Kagraner angesprochen. Die beiden Herren in mittleren Jahren trinken von da an regelmäßig, über Jahre hinweg, miteinander Kaffee und unterhalten sich. Die Rollen des Gesprächs sind…

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Blum muss man nicht kennen

Der Thriller „Totenhaus“ von Bernhard Aichner ist als zweiter Teil einer Trilogie konzipiert. Der erste Teil „Totenfrau“ war ein Überraschungserfolg. Die Heldin des Romans ist die Bestatterin Blum. Im ersten Teil hat sie den Tod ihres Mannes gerächt, indem sie fünf Männer ermordet hat und ihre Leichenteile in Särge von „normal“ verstorbenen Menschen versteckt hat.…

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Daniel Kehlmann: „F“ wie Fake?

Ich mochte weder Daniel Kehlmanns „Ich und Kaminski“, noch seinen Weltbestseller „Die Vermessung der Welt“ und trotzdem habe ich bei „F“ in der Bücherei zugegriffen (Die kleine Bücherei hat nur eine begrenzte Auswahl.) Der Roman bekam bei Erscheinen viel Aufmerksamkeit und zum Teil durchwachsene Kritiken. Der Roman hat mich – die ich sehr negativ eingestellt…

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Kleon, Austin: „Alles nur geklaut“ – 10 Wege zum kreativen Durchbruch“

Austin Kleon behauptet in „Alles nur geklaut“ – 10 Wege zum kreativen Durchbruch“ das Beste in der Kunst sei geklaut. Er ermutigt den Leser, sich Methoden, Techniken, Einstellungen anderer Künstler anzueignen. Das sollte von verschiedenen Künstlern passieren und der Remix, der daraus entsteht, ist dann wieder originell. Seine 10 Anweisungen lauten in Kürze: 1 Das…

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