Die bessere Wohngegend

Die Journalistin Antonia Baum reflektiert in „Stilleben“ ihre persönliche Veränderungen als Mutter und auch was Mutterschaft in unserer Gesellschaft bedeutet. „Stilleben“ Als Journalistin führt Antonia Baum ein nettes Leben, hat eine feste Partnerschaft, einen fordernden Beruf und wohnt in einer interessanten Gegend, wo sie unterschiedliche Soziothope beobachten kann. Dann wird sie schwanger. Und die Wohnumgebung,…

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Fruchtbar oder nicht fruchtbar, das ist hier die Frage

Gertraud Klemm verhandelt in „Muttergehäuse“ eine alternative Mutterschaft An Gertraud Klemm bin ich schon einmal gescheitert. Nein, nicht am Lesen, sondern am Darüber schreiben. In meinem Blogarchiv befindet sich noch eine unfertige Rezension von ihrem letzten Roman „Aberland“. Heute probiere ich es mit ihrem neuen Buch „Muttergehäuse“ und stelle wieder fest, weil schwer es mir…

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Besser als gut genug

Gut genug ist ein gutes Motto für junge Eltern und auch ein passender Titel für eine Erzählung über eine erste Elternschaft. In „Gut Genug“ von Birgit Vanderbeke hat die Mutter und Erzählerin der Geschichte ein wenig Kraft über. Sie ist also nicht ganz ausgelastet und entscheidet sich daher für ein Kind, obwohl es in den…

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Woran Mama arbeitet

Als ich Mutter wurde, wusste ich nicht, wie dieser Umstand mein Arbeitsleben verändern würde. Ich bin davon ausgegangen, dass ich nach der Karenz zwar weniger Stunden wieder einsteigen werde, aber genauso weiterarbeiten könne wie bisher. Gut, ich würde ein Aufgabengebiet vielleicht reduzieren oder abgeben müssen. Damit habe ich gerechnet. Womit ich nicht gerechnet hatte war,…

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Unersetzlich

Ich bin mit dem Gedanken aufgewachsen, dass die Gleichstellung von Mann und Frau schon vollzogen ist. Ich dachte, das haben Feministinnen schon vor meiner Zeugung für mich erledigt. Ich dachte, ich müsse mich nicht zwischen Beruf und Familie entscheiden, ich kann Karriere machen, dabei soviel wie ein Mann verdienen und eine gute Mutter sein. Naiv,…

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Mamas Lieblingsbuch

Wenn das Baby in der Nacht hustet, sodass es sich anhört, als ob es seit fünfzig Jahren täglich eine Schachtel Zigaretten rauchen würde, und man überlegt, ob man hysterisch erscheint, wenn man wegen eines Hustens in die Spitalsambulanz kommt, dann greift man auch um 2:00 früh gerne zum Standardwerk für alle Eltern: „Gesundheit für Kinder-Moderne…

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Geburtslektüreplan und Realität

Wie schon bei der letzten Geburt hatte ich wieder Alice Munro in die Spitalstasche gepackt. Diesmal „Liebesleben – Erzählungen“, das aktuellste in Österreich erschienen Buch. Ich kaufte es auf Deutsch, denn ich befürchtete, dass mich schon alleine das Lesen mich intellektuell massiv beanspruchen würde, sodass ich das nicht noch in einer fremden Sprache tun wollte.…

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Abbruch durch Schwangerschaft

Seit ich wieder schwanger bin, fällt mir auf, dass mein Medienkonsum wieder kritischer wurde. Im Fernsehen und im Film ertrage ich viele Dinge nicht mehr. Neben Gewalt und Not von Kindern, was ja noch logisch und nachvollziehbar ist, stören mich nun auch Verfolgungsjagden, die inhaltlich nirgends hinführen sondern nur nach dem Motto, höher, weiter, lauter,…

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Vom Schlomuckel

Nun habe ich das überhaupt lustigste Schwangeren- und Jungmutterbuch geschenkt bekommen. Meine Freundin, Mutter eines Zweijährigen, hat beim Lesen herzhaft gelacht und war in zwei fertig mit dem Buch, bevor sie es mir geschenkt hat. Ich kann es auch Nicht-Müttern empfehlen. Denn sogar meine (noch?) kinderlose Schwester, die normalerweise im Kabarett keinen Mundwinkel verzieht, hat…

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Mutterleseglück – Teil 9: Vermutlich autobiographisch

Margit Schreiner ist fair. Ihr Roman „Die Tiere von Paris“ handelt von einer fast alleinerziehenden Mutter einer Tochter. Sie beschreibt sehr trocken und unsentimental die Entwicklung einer Beziehung nach der Geburt der Tochter. Wie die Frau immer beruflich zurückstecken muss, der Mann sicher weiterhin beruflich selbstverwirklicht und die Frau schon während die Beziehung noch andauert…

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Mutterleseglück – Teil 8: Kolumnistinnen

Doris Knecht kann recht unterhaltsam sein, aber nur in ihren Kolumnen (z.B.: „So geht das!: Wie man fidel verspiessert“). Die gute Frau hat Zwillinge und scheut sich nicht, über die Kinder zu schreiben. Eine Freundin von mir, die selbst zwei Kinder hat, findet es nicht richtig, wie Knecht ihre Kinder bloß stellt. Sie mag die…

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Mutterleseglück – Teil 7: Keep it simple

Mit welchem Buch werden sie ein Freude haben? Es gilt ähnliches wie in der Schwangerschaft. Nur ist die Sache noch ernster und die Auswahl wichtiger. Denn sie wollen ja keine Zeit mit Lektüre verbringen, die sie ärgert. Denn ihre Zeit ist nun kostbarer denn je. Zudem sind sie noch immer hormonell beeinträchtigt. Wenn Sie stillen,…

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Mutterleseglück – Teil 6: Buch und Baby?

Was liest man mit Baby? Doch vor dieser Frage drängt sich noch eine andere auf, eine wichtigere: Wie arrangiert man seinen Alltag, dass man auch mit Baby zum Lesen kommt? In den ersten Wochen mit dem Baby muss man ein wenig Geduld haben. Bald werden sich Leselücken auftun. Es wird einen Tag geben, da schläft…

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Mutterleseglück – Teil 5: Geburt

Ich, die leidenschaftliche Leserin, hatte mir sogar Lektüre für die Geburt besorgt. Ich war optimistisch, dass ich mich, sowie andere Frauen durch Musik, durch ein gutes Buch beruhigen lassen würde. Ich hoffte, dass wenn die Geburt lange dauern würde sie Zeit haben würde zu lesen oder zumindest danach, wenn ich drei Tage im Spital verbrachte.…

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Mutterleseglück – Teil 4: Familie!

Also was bleibt dann noch? Was kann ich dann noch als Schwangere lesen? Es gibt nur eine Antwort: der gute alte Familienroman. Im Familienroman trifft die Geburt des einen, auf den Tod des anderen. Der ewige Kreislauf trägt die Geschichte weiter über die Generationen. Das tröstet ungemein und zeigt der stolzen werdenden Mutter, dass sie…

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Mutterleseglück – Teil 3: Schwangere Männer

Man sollte sich nicht durch Titel fangen lassen. Peter Henischs „Schwangere Madonna“ ist eigentlich eine Lolitageschichte eines lüsternden, alten Autors. Ob die junge Protagonistin wirklich schwanger ist, wird im Buch zweitrangig. Ein Titel, der hält was er verspricht, ist das Buch mit dem autorisierten U2 Titel „Achtung Baby!“ von Michael Mittermeier. Das Buch mit dem…

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Mutterleseglück – Teil 2: Mehr oder weniger Frau

Nun zu den Büchern! Mein Lesegeschmack hat sich in der Schwangerschaft ebenso verändert wie mein kulinarischer. Die neue Sensibilität verbot mir Mord, Totschlag, Gewalt, Gemeinheiten und Politik. Gleichzeitig suchte ich nach einem gewissen Anspruch. Ich wollte Bücher, in denen Frauen im Mittelpunkt stehen, denn niemals habe ich mich mehr als Frau gefühlt, als in der…

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Mutterleseglück – Teil 1: Lesen mit Bauch

Ich habe in Mathematik und darstellende Geometrie maturiert. Ich habe an einer technischen Universität studiert und würde von mir sagen, dass mein logisches Denken ganz gut entwickelt ist. Eines Tages als meine Brüste so komisch zogen, bemerkte ich, dass ich nicht mehr im Stande war, komplexen Excelverknüpfungen herzustellen. Am WC, mit einem bepinkeltem Stäbchen in…

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