Manches funktioniert auch, wenn man keine Esoteriktante ist

Mit Verwunderung habe ich in den letzten Monaten feststellen müssen, dass noch nicht alle Menschen in meiner Umgebung den Esoterikbestseller von Bärbel Mohr: „Bestellungen beim Universum“ kennen. Deshalb muss ich heute ein Buch empfehlen, das fürchterlich geschrieben ist.

Interessant ist nur ein Teil des Inhalts. Hier das Wesentlich in Kürze:

1.Du darfst dir was dein Herz begehrt beim Universum bestellen. Überlege dir ganz genau, was du bestellen willst. Du kannst die Bestellung mit einem Ritual verbinden (z.B.: aufschreiben), oder einfach machen, wenn du gut drauf bist. Mach es mit ganzem Herzen. Du kannst ein Lieferdatum bestimmen.

  1. Formuliere die Bestellung prägnant und ganz wichtig positiv (kein „nicht“ oder „kein“ einbauen, das verstehen weder wir Menschen noch das Universum)
  2. Eine Bestellung nur einmal aufgeben. Sonst wird das Universum verwirrt und schafft die Bearbeitung nicht.
  3. Sei offen für die Lieferung. Sei zuhause. Die Bestellung könnte etwas anders als erwartet aussehen. Hör auf deinen Bauch, es mag zufällig wirken.
  4. Und bedanke dich brav beim Universum.

Den anderen selektiven Esoterikkram erspare ich euch, auch die banalen Sinnsprüche für jeden Tag. Frau Mohr verkauft das Ganze gut, aber witzigerweise habe ich vom selben Konzept auch schon in einem anderen Buch gelesen: von Eva Ulmer-Janes „Magie ist keine Hexerei“

Im Kapitel Wünschen schreibt Frau Ulmer- Janes auf Seite 165 folgendes:

Rechtes Wünschen besteht darin, das Ziel genau und mit möglichst vielen sinnlich wahrnehmbaren Details zu formulieren, dieses Bild in den Kosmos zu senden und dann loszulassen. Denken Sie nicht mehr darüber nach, vergessen Sie es am besten ganz! Und glauben Sie ja nicht, sie müssten diesen Wunsch täglich 100mal verstärken und wiederholen.

Ulmer- Janes geht etwas verantwortungsvoller mit dem Wünschen um. Die hat Respekt vor anderen Menschen und der Natur, was auch die anderen Themen in diesem Buch (ich glaube, meine Tante hat es mir irgendwann geschenkt. Ausgabe 1997) nicht uninteressant für Nicht- Esoteriker macht.

Meiner Meinung nach funktioniert das Wünschen einfach dadurch, dass man sich ein Ziel setzt, sich die genauen Umstände ausmalt (sinnliche Details) und dann offen für die kleinen Hinweise im Alltag ist, die einem helfen können, das Ziel zu erreichen. Also nichts mit Esoterik.

Ich selbst bestelle nur wichtige Dinge. Ich selbst halte nicht viel davon, mir materielle Dinge zu bestellen. An denen liegt mir wenig und die kann man notfalls auch kaufen.

Kürzlich habe ich zum Beispiel bestellt, dass mein Schatzi den Seelauf von 27 km gesund und munter übersteht, obwohl er denselben Muskelkater wie ich hatte, einen der einem nicht einmal das unbeschwerte Liegen leicht macht. Das hat funktioniert.

Was ich vergessen habe zu Wünschen, war, dass auch bei seinem Laufkumpanen alles gut geht. Der Arme hat sich, zwar ohne Muskelkater, aber mit Schwierigkeiten im Knie durch den Lauf gequält. Trotzdem hat er’s geschafft und kann stolz sein.

Man sieht schon an diesem Beispiel, dass das Bestellen auch Verantwortung mit sich bringt.

Am besten einfach ausprobieren!

Erstveröffentlichung 2010-10-19 12:57