Mamas Lieblingsbuch

20130311 Buchzeichnung

Wenn das Baby in der Nacht hustet, sodass es sich anhört, als ob es seit fünfzig Jahren täglich eine Schachtel Zigaretten rauchen würde, und man überlegt, ob man hysterisch erscheint, wenn man wegen eines Hustens in die Spitalsambulanz kommt, dann greift man auch um 2:00 früh gerne zum Standardwerk für alle Eltern:

„Gesundheit für Kinder-Moderne Medizin, Naturheilverfahren, Selbsthilfe“ Das Buch wurde von drei Ärzten (Renz-Polster, Menche, Schäffler) verfasst, die insgesamt dreizehn (!) Kinder haben.

Dort findet man unter „Husten“ eine Tabelle, was das Kind alles haben kann. Von Erkältung über Pseudokrupp bis Lungenentzündung und vielem mehr. Beim genaueren Nachlesen der Symptome kommt man auf Pseudokrupp, einer Kehlkopfentzündung bei Kindern. Dort steht, was man selbst tun kann: Lüften und was der Arzt tut: Kortison geben. Dann kommt meine Lieblingsaufstellung, die es bei jeder Krankheit aufgelistet gibt: „Wann zum Arzt?“

Und ich bestelle schon das Taxi um zur Kinderambulanz zu fahren. Und ich weiß, ich bin keine hysterische Mutter.

Das Kortisonzäpfchen half, sowie das häufige Lüftens des Schlafzimmers, damit die kalte Nachluft den Hals beruhigen kann.

Das Buch ist mittlerweile ein guter, weiser Freund geworden. Und viel beruhigender, praktischer und vertrauenswürdiger als das Recherchieren im Internet jemals sein kann.

Und da meine Familie diese Kalenderjahr bisher nur eine Woche erlebt hat, in der alle gesund waren, wird das Buch derzeit gar nicht wieder ins Bücherregal gestellt, sondern liegt jederzeit bereit am Couchtisch.

Erstveröffentlichung: 2015-02-05 09:29